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Digitalisierung ist der Schlüssel zum Systemwechsel.

VDE-Normen und ihre Bedeutung für den Anwender. Im Interview mit Thomas Schleich – Ingenieur, Fabulierer, Freigeist – und hochkarätiger Referent der dataTec Akademie.

Der Mann liebt Gegensätze. Sie scheinen ihn zu inspirieren und seine gedanklichen Höhenflüge zu befeuern. Vielleicht auch, das ist dem Elektroingenieur schließlich mehr als vertraut, weil die Energie in einem elektrischen Spannungsfeld zwischen zwei Polen fließt. Wie im richtigen Leben. Thomas Schleich, Referent der dataTec Akademie, von vielen Schulungsteilnehmern für seine ebenso kompetente wie unterhaltsame Art geschätzt.

Hochkarätiger Referent der dataTec Akademie.

Thomas Schleich ist wesentlich mehr als nur Wissensträger und -vermittler. Der Ingenieur und Planer ist – und auch hier treten Gegensätze zutage – zugleich auch „Fabulierer und strukturierter Freigeist“. Diese Eigenschaften schreibt er sich und seinem Team von Schleich Engineering jedenfalls zu. Nicht zu vergessen: Er ist ausgewiesener Kenner zahlreicher VDE-Normen und ihrer Bedeutung für den Anwender.

„Wir haben künstliche Blitze mit einer Spannung von 1,5 Millionen Volt erzeugt. Das hat mich fasziniert.“

Thomas Schleich
Referent der dataTec Akademie

1. Profilierter Experte.

In dieser Eigenschaft zählt Thomas Schleich zu den profiliertesten Experten der dataTec Akademie. In seinen Seminaren und Workshops zu VDE-Normen vermittelt er den Kunden von dataTec weitreichendes Wissen und zeigt ihnen, wie sie dieses Wissen in der Praxis normgerecht umsetzen.

Wer elektrische Anlagen eigenständig reparieren beziehungsweise prüfen will, muss zuvor solche VDE-Seminare erfolgreich absolvieren. Die Schulungen der dataTec Akademie sind vom TÜV Rheinland zertifiziert, was ihre Qualität zusätzlich unterstreicht.

„Derzeit führen wir die ersten zweitägigen Praxisseminare durch, bei denen es um die neu geregelten Normen VDE 0701-0702 geht“, erzählt Thomas Schleich. „Eigentlich nichts Dramatisches, denn inhaltlich hat sich an den Normen nicht allzu viel verändert. Aber wer Elektrogeräte repariert und prüft, muss eben genau wissen, wie vorzugehen ist und wer was darf.“

2. Harmonisierung auf EU-Ebene.

Hintergrund der Neugestaltung ist die Angleichung der bislang national gültigen Normen auf EU-Ebene. Durch die Trennung der bisherigen Norm DIN VDE 0701-0702 in zwei Teile entstand dabei die neue Norm DIN EN 50678. 

„Die DIN VDE 0701 gilt für das Prüfen von ortsveränderlichen Geräten nach einer Reparatur. Dazu sind künftig nur noch Elektrofachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung und einer entsprechenden Schulung berechtigt. Die 0702 hingegen betrifft Wiederholungsprüfungen. Diese dürfen weiterhin auch unterwiesene Personen machen – mit dem passenden technischen Equipment und der entsprechenden Schulung, versteht sich.“ 

Nach dem zweitägigen Seminar bei Thomas Schleich in der dataTec Akademie sind die Teilnehmer berechtigt und in der Lage, die Pflichtprüfungen und die dazugehörige Beurteilung eigenständig und vorschriftsmäßig durchzuführen und zu dokumentieren. Die Prüfgeräte, die bei diesen Schulungen zum Einsatz kommen, finden sich allesamt im Sortiment von dataTec. Wer mag, kann allerdings auch ein eigenes Prüfgerät mitbringen, um damit unter fachkundiger Anleitung zu arbeiten.

„Mit einem updatefähigen System verbannen wir den Alterungsprozess von Immobilien auf die Bauseite.“

Auf die hochaktuelle Normänderung der DIN VDE 0701 und 0702 (EN 50678 bzw. 50699) ist der SECUTEST ST PRO bereits vorbereitet.

3. Blitze fürs Diplom.

Doch wie, so fragt man sich, kommt ein so quirlig unterhaltsamer „Fabulierer und Freigeist“ wie Thomas Schleich zu dieser doch recht trockenen Materie? Ein leichtes Schmunzeln umspielt die Mundwinkel des gebürtigen Kurpfälzers: „Als ich 14 Jahre alt war, wollte ich zunächst Leistungssportler werden. Ich bin auf relativ hohem Niveau Rennrad gefahren und war ein guter Skilangläufer.“ 

Bis zu seinem 21. Lebensjahr blieb Thomas Schleich dem Leistungssport treu. Dann entschloss er sich aber doch, einen ,richtigen‘ Beruf zu erlernen. Auf die Lehre als Elektroinstallateur folgte ein Studium der Elektrotechnik. „Für meine Diplomarbeit zur Programmierung von Überspannungsventilen haben wir im Labor künstliche Blitze mit einer Spannung von 1,5 Millionen Volt erzeugt. Das hat mich damals wirklich fasziniert.“

Weil die Jobsuche nach dem Studium Mitte der 1990er-Jahre mehr als schwierig war, machte Thomas Schleich aus der Not eine Tugend und tourte einige Monate lang mit dem Rad quer durch Neuseeland. Wieder zurück in der Heimat gründete er kurzerhand seine eigene Personalservice-Firma – eine ,One-Man-Show‘, die ihren einzigen Mitarbeiter Thomas Schleich vermittelte. Das funktionierte relativ gut, wie er erzählt. 

Als er sich dann mit mehr als hundert anderen Bewerbern um die Stelle eines technischen Beraters beim VDE in Stuttgart bewarb, war ihm das Glück des Tüchtigen inne – und er bekam die Stelle. Zu jener Zeit entstand die Idee, eine Art TÜV für Hauselektrik einzuführen. Thomas Schleich bekam die Aufgabe, Prüfprotokolle und Messkonzepte dafür zu entwickeln und dieses Wissen in Seminaren und Schulungen zu verbreiten. „Ich bin wie ein Wanderprediger durch die Lande gereist und habe innerhalb von fünf Jahren einige tausend Elektriker geschult.“

4. „Alles anders als alle anderen“.

Im Jahr 2003 gründete er schließlich in Reutlingen sein jetziges Unternehmen, hielt weiter unzählige praxisnahe Vorträge für den VDE („Ich wusste genau, was draußen alles schief läuft.“) und gab Schulungen – seit 2005 auch bei dataTec. „Ich folge dabei zwei Prämissen. Erstens den fünf A: Alles anders als alle anderen. Und zweitens: Kein Fachvortrag ist identisch. Es muss immer etwas Neues dazu.“ Schließlich heißt es auf seiner Website: „Unser Angstgegner ist 08/15.“

Mit seiner Firma Schleich Engineering treibt Thomas Schleich die Entwicklung der digitalen Gebäudewelt voran. „Das Haus von morgen ist im Prinzip ähnlich wie ein iPhone: da entscheidet weniger die Hardware über die Funktionalität als die Software. Ich bin überzeugt, das ist auch die Zukunft der Gebäudetechnik. Wir integrieren Anlagentechnik, Haustechnik und Medientechnik in einem individuellen updatefähigen digitalen System und verbannen den Alterungsprozess von Immobilien auf die Bauseite.“

Die Digitalisierung sei der Schlüssel zu einem Systemwechsel, meint er. „Sie wird uns helfen, nicht mehr so verschwenderisch mit unseren Ressourcen umzugehen und unsere Gebäude autark zu machen.“

„Das Haus von morgen ist im Prinzip ähnlich wie ein iPhone: da entscheidet weniger die Hardware über die Funktionalität als die Software. Ich bin überzeugt, das ist auch die Zukunft der Gebäudetechnik.“

Thomas Schleich

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