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Wie lässt sich Inverter-Hardware realitätsnah testen, wenn der vollständige Antriebsstrang noch nicht zur Verfügung steht? Das AVL Active Load Cabinet (ALC) schafft definierte elektrische Lastbedingungen für Hochvolt-Funktionstests und eröffnet damit neue Möglichkeiten für Entwicklung und Validierung.
Bei der Entwicklung elektrifizierter Antriebssysteme muss die Inverter-Hardware bereits in frühen Projektphasen unter verschiedenen Belastungszuständen geprüft werden. Der reale Elektromotor oder der vollständige Antriebsstrang stehen zu diesem Zeitpunkt häufig noch nicht zur Verfügung.
Herkömmliche Tests mit passiven Lasten bieten dabei nur begrenzte Möglichkeiten, unterschiedliche Betriebszustände abzubilden. Eine aktive Last ermöglicht es, definierte elektrische Bedingungen gezielt vorzugeben und reproduzierbar zu testen. Dadurch lassen sich Hardwaretests bereits früher im Entwicklungsprozess durchführen.
Hier setzt das AVL Active Load Cabinet an. Das Produkt dient als aktive Last für Hochvolt-Funktionstests an Invertern und ermöglicht es, die Hardware unter definierten elektrischen Lastbedingungen zu testen.
Der ALC basiert auf einer vereinfachten Nachbildung elektrischer Motorcharakteristika und ist gezielt auf Funktionstests der Inverter-Hardware ausgelegt. Damit eignet er sich besonders für den Einsatz in frühen Entwicklungsphasen des Inverters.
Je nach Prüfaufgabe stehen unterschiedliche Betriebsarten zur Verfügung.
Im Vierquadrantenbetrieb lassen sich sowohl motorische als auch generatorische Betriebszustände abbilden. Im R-L-Betrieb arbeitet das System als einstellbare ohmsch-induktive Last, sodass sich unterschiedliche elektrische Lastbedingungen vorgeben lassen.
Optional kann das ALC außerdem als einphasige Stromquelle eingesetzt werden, beispielsweise zur Kalibrierung interner Stromsensoren des Prüflings oder zum Testen von Steckverbindern.
Weitere technische Details, Konfigurationen und Optionen finden Sie auf der Produktdetailseite.
Der Einsatz einer aktiven Last schafft vor allem in frühen Entwicklungsphasen zusätzliche Möglichkeiten.
Das AVL Active Load Cabinet unterstützt unterschiedliche Tests bei der Entwicklung und Validierung von Inverter-Hardware. Drei typische Anwendungsszenarien zeigen, wie sich das System in der Praxis einsetzen lässt.
Parametertests: Messgenauigkeit und Funktion überprüfen.
Vor, während und nach Dauerlaufprüfungen werden Parametertests durchgeführt, um die Genauigkeit der Strom- und Spannungsmessung sowie die Funktion der Inverter-Hardware zu überprüfen. Mit dem ALC lassen sich unterschiedliche Betriebspunkte gezielt einstellen und unter realistischen Lastbedingungen testen. So können Abweichungen frühzeitig erkannt und Qualitätsrisiken reduziert werden.
Wirkleistungsprüfungen: Motor- und Generatorbetrieb testen.
Für die Entwicklung von Inverter-Hardware sind Tests unter aktiver elektrischer Last entscheidend. Im Vierquadrantenbetrieb ermöglicht das ALC Tests sowohl im motorischen als auch im generatorischen Betrieb. Dadurch lassen sich unterschiedliche Betriebszustände realitätsnah überprüfen und mögliche Fehlfunktionen bereits während der Hardwareentwicklung erkennen.
Phasenrekonstruktion: Hardware ohne vollständige Regelungssoftware testen.
In frühen Entwicklungsphasen verfügen Inverter-Prototypen häufig noch nicht über eine Stromregelung oder Winkelerfassung. Mithilfe der dreiphasigen Stromquelle kann das ALC den Phasenwinkel rekonstruieren und realistische Lastbedingungen im Motor- und Generatorbetrieb ermöglichen. So lassen sich Hardwaretests bereits durchführen, bevor die finale Inverter-Software integriert ist.
Das Active Load Cabinet eignet sich insbesondere für Entwicklungs- und Validierungsaufgaben rund um Inverter und Leistungselektronik.
Typische Anwendungen sind:
Sie möchten Inverter-Hardware mit aktiver Leistung testen oder Ihre bestehende Prüfstandsumgebung erweitern? dataTec unterstützt Sie bei der Auswahl und Konfiguration einer passenden Lösung.